Eisenmangel - ein Grund für schlechte Noten?
05.05.2006, Meist nehmen die Eltern an, dass hinter den schlechten Leistungen der
Kinder fehlende Motivation und Disziplin stehen. Aktuelle Untersuchungen dagegen zeigen, dass auch ein Eisenmangel Grund für die schlechten Noten sein kann. Ist nicht genügend Eisen im Körper vorhanden, sind häufig Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwierigkeiten die Folge. Bei Untersuchungen des Eisenspiegels von 5.400 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 16 Jahren stellten US-Wissenschaftler bei drei Prozent der untersuchten
Kinder einen Eisendefizit fest.
Im Hinblick auf ihre schulischen Leistungen zeigte sich, dass sie im Vergleich zu gesunden Kindern, zweimal so oft schlecht ausfielen. Des Weiteren kam bei der Studie heraus, dass wesentlich mehr Mädchen an Eisenmangel leiden als Jungen.
Gründe für Eisenmangel: Je nach Alter und Geschlecht ist der Eisenbedarf bei Kindern und Jugendlichen stark variabel. Vor allem im Wachstum - mit 0,5-1,5;11-14 Jahren - benötigt der menschliche Organismus sehr viel Eisen. Denn in diesem Zeitraum vermehrt sich das Blutvolumen sowie die Muskelmasse extrem stark. Mädchen verlieren darüber hinaus durch das Einsetzen der Menstruation große Mengen an Eisen. Wenn nicht ausreichend Eisen im Körper vorhanden ist, kann eine Anämie die Folge sein.
Fehlt dem kindlichen Körper über längere Zeit Eisen, so kann es dazu kommen, dass der Organismus das Metall Cadmium speichert. Bereits in ihren ersten drei Lebensjahren nehmen
Kinder etwa 1/3 der Cadmium-Belastung auf, die lebenslang erhalten bleibt. Durch eine chronische Cadmium-Vergiftung kann im Erwachsenenalter eine spezielle Art der Anämie entstehen, die wiederum die Nieren schwer schädigen kann.
Der Körper eines Kindes bindet zudem vergleichsweise mehr Blei an sich als ein Erwachsener. Da
Kinder wesentlich empfindlicher auf dieses Gift reagieren, sind die Folgen dementsprechend schädlicher. Schwermetallvergiftungen können entstehen, die schlimmstenfalls sogar mentale Störungen hervorrufen.
Es ist Tatsache, dass Heranwachsende, vor allem während der Wachstumsphasen, besonders gefährdet für Eisenmangel sind, da allein über die Nahrung der hohe Eisenbedarf kaum gedeckt werden kann.
Um eine sichere Diagnose zu erhalten, sollte man unbedingt den
Arzt aufsuchen. Denn auch eine übermäßige Einnahme von Eisenpräparaten ist nicht gut für den Körper. Somit sollten die Blutwerte von Kindern in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Nur so kann einem möglichen Eisendefizit vorgebeugt werden und eventuelle Folgeschäden verhindert werden.
(BKK Energieverbund)
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